Das Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!

#MeineFragefürdieWissenschaft

Wissenschaft und Forschung durchdringen alle Bereiche unseres Lebens. Täglich gibt es Forschungsergebnisse, die unmittelbar für uns Menschen relevant sind oder werden können. Ob es nun die wachsende Bedeutung von Algorithmen im Alltag und Arbeitsleben ist, die Frage, wie und wovon sich eine wachsende Weltbevölkerung ernährt oder der Einfluss unserer Lebensführung auf das globale Klima: Wir als Gesellschaft stehen am Beginn des 21. Jahrhunderts vor großen Herausforderungen. Es ist daher entscheidend, dass wir uns alle mit den Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung auseinandersetzen, nachfragen und die eigene Perspektive und das eigene Wissen einbringen – um gemeinsam mehr zu erreichen.

Was aber ist uns wichtig? Wohin wollen wir als Individuum und als Gesellschaft? Wie erreichen wir diese Ziele? Wissenschaft und Forschung verändern sich und gehen gezielt in den Austausch mit der Gesellschaft, Fragen nach Relevanz und Reputation stellen sich neu und anders.

Bereits heute beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger an konkreten Forschungsvorhaben. Auch Politik und Stiftungen, Vereine und Initiativen fördern Forschungsprogramme mit partizipativen Schwerpunkten (z. B. Reallabore) oder veranstalten Bürgerdialoge und andere Beteiligungsformate zu (forschungs-)politischen Themen.

Mehr erfahren auf der Website der Wissenschaftsjahre: www.wissenschaftsjahr.de

  • Darum geht es im Wissenschaftsjahr 2022

    Das Handwerkszeug der Wissenschaft zum Sammeln und Überprüfen von Fakten, zur Gewichtung von Argumenten und zur Suche nach Lösungen ist methodisch vielfach geprüft und hat sich bewährt. Uns alle betreffen neue Technologien (z. B. in Medizin und Biotechnologie) und neue gesellschaftliche Entwicklungen (wie z. B. die Mobilitätswende). Deshalb ist es umso wichtiger, in den Austausch zu treten, neue Perspektiven in Forschung und Wissenschaft einzubinden und für jede und jeden Teilhabe möglich zu machen. Das Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!, wird diese Entwicklungen aufgreifen und gewichten, sichtbar machen und weiter vorantreiben.

    Im Zentrum stehen Bürgerinnen und Bürger, die ihre Fragen für die Wissenschaft stellen können: konkrete Fragen, alltagsnahe Fragen oder auch visionäre Fragen. Die Vielfalt der Anliegen, Visionen und Fragen der Gesellschaft wird das neue Wissenschaftsjahr prägen. Gemeinsam sollen Forschungsprozesse erlebbar gemacht und neue Wissenschaftsfelder und Forschungsvorhaben erschlossen werden.

    Sie alle können im gesamten Wissenschaftsjahr Fragen zu allen Themenbereichen stellen – der Neugier sind keine Grenzen gesetzt. Im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! werden zahlreiche Formate angeboten, die dazu anregen, Fragen zu stellen. Es geht ferner darum, Wissenschaft und Gesellschaft zu Ihren Fragen miteinander ins Gespräch zu bringen und Ihr Wissen, Ihre Erfahrungen und Ihre Sichtweisen in die zukünftige Ausrichtung der Forschungspolitik einfließen zu lassen. Und auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind eingeladen, das Jahr als Chance für den Dialog zu nutzen. Sie erleben ihre Disziplin aus anderen Blickwinkeln und erhalten Fragen, die in Seminarräumen und Hörsälen, auf Kolloquien oder Konferenzen vielleicht so nie gestellt worden wären. Es werden – virtuell und analog – Räume eröffnet, um aufeinander zuzugehen und im besten Fall die eigene Forschungsarbeit aus neuer Perspektive zu betrachten sowie Anregungen für neue wissenschaftliche Fragestellungen zu gewinnen. Zu den Fragen wird es zahlreiche digitale und analoge Räume für den Austausch geben.

    Durch eine Vielfalt unterschiedlich breiter Beteiligungs- und Dialogangebote sollen im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! möglichst viele von uns Menschen und verschiedene gesellschaftliche Gruppen in einen persönlichen Austausch mit der Wissenschaft treten.

  • Ablauf und Angebote im Wissenschaftsjahr

    Der IdeenLauf ist die zentrale Mobilisierungsaktion und das Herzstück im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!. Ziel ist es, neue Zukunftsfelder für Forschung und Forschungspolitik zu erarbeiten. Zum Auftakt des Wissenschaftsjahres werden Bürgerinnen und Bürger in einer breit angelegten öffentlichen Kampagne dazu aufgefordert, ihre Fragen für die Wissenschaft zu stellen. So auch im Ausstellungsfahrzeug der Initiative InnoTruck, wo eine Fragenbox und ein Tablet mit Online-Formular für die Ideen der Besucherinnen und Besucher bereitsteht.

    Von Januar bis April 2022 fließen alle Fragen in den IdeenLauf ein. Ab April 2022 werden die Fragen des IdeenLaufs in Konferenz- und Online-Konsultationsformaten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie von Bürgerinnen und Bürgern gesichtet, übergreifenden Themen zugeordnet und weiterbearbeitet. So entsteht ein Pool von Ideen und potenziellen neuen Forschungsschwerpunkten – als Anregung und Impuls für Wissenschaft und Politik. Parallel fließen die eingereichten Fragen in die Entwicklung einer neuen Sonderausstellung im InnoTruck ein, welche fortan im Ausstellungsfahrzeug durch Deutschland reisen wird.

    Die Ergebnisse der Diskussionen und Konsultationen werden im Herbst an Politik und Wissenschaft übergeben. Die im IdeenLauf zusammengeführten Fragen und die daraus entwickelten Zukunftsfelder bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten: ob als Ideenpool für die Wissenschaft, als Agenda für die zukünftige Forschungsförderung oder als Orientierung für die Weiterentwicklung der Forschungs- und Innovationsstrategie.

  • Partner im Wissenschaftsjahr 2022 werden

    Die Wissenschaftsjahre bieten seit mehr als 20 Jahren eine Plattform für den Austausch zwischen Gesellschaft und Forschung. Die Kooperation mit starken, engagierten Partnern wird auch in den kommenden zwölf Monaten entscheidend dafür sein, dass in virtuellen und realen Räumen durch Fragen, Impulse und Ideen der wissenschaftliche Prozess bereichert wird. Ob in Vorlesungsreihen, Q&A-Sessions, Kreativwettbewerben oder mit ganz neuen Methoden und Formaten – seien Sie dabei und regen Sie zum Fragenstellen an oder beteiligen sich in anderer Form:

    • Expertenblog:

    Sie arbeiten an einem spannenden Projekt mit partizipativem Ansatz? Stellen Sie es einer interessierten Öffentlichkeit vor und schreiben Sie einen Beitrag für den Expertenblog. Das Redaktionsbüro des Wissenschaftsjahres nimmt Ihre Vorschläge gerne entgegen: redaktionsbuero@wissenschaftsjahr.de

    • forscher-Magazin:

    Werden Sie Bote für die Bildung von jungen Menschen und helfen Sie mit, das kostenlose forscher-Magazin zu verbreiten. Das Magazin erscheint zwei Mal pro Jahr und führt Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwölf Jahren spielerisch an wissenschaftliche Themen heran. Erfahren Sie mehr unter: www.forscher-online.de

    • Ihre Projekte:

    Setzen Sie ein eigenes innovatives Projekt im Bereich Citizen Science vor Ort oder online um und nutzen Sie für Ihre Kommunikation das Corporate Design sowie das Logo des Wissenschaftsjahres.

    • Fragen beantworten und Dialog fördern:

    Übernehmen Sie die Bearbeitung eines Pakets mit 20 oder 50 Fragen und nutzen Sie diese als Ausgangspunkt für den Dialog – oder beantworten Sie Fragen zu Ihrem Forschungsbereich in einem Format Ihrer Wahl.

    • Selbst Fragen sammeln:

    Bringen Sie sich und Ihre Community mit Ihren Fragen und Ideen ein. Das Wissenschaftsjahr stellt dafür Fragensammelboxen oder Postkarten zur Verfügung, die Sie bei Veranstaltungen oder an öffentlichen Orten verwenden können. Ein weiterer Weg: Sie nutzen das digitale Fragentool auf der Website des Wissenschafts-jahres unter www.wissenschaftsjahr.de – oder Sie entwickeln eigene Formate, mit denen Sie Fragen sammeln oder beantworten.

    • Veranstaltungskalender:

    Tragen Sie Ihre Veranstaltungen und Formate mit Bezug zum Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! in den Online-Veranstaltungskalender des Wissenschaftsjahres ein: https://www.wissenschaftsjahr.de/2022/veranstaltungen/anmeldung

  • Die Initiatoren

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) richtet das BMBF seit dem Jahr 2000 die Wissenschaftsjahre aus. Das Ziel der Jahre ist, die Menschen stärker für Wissenschaft zu interessieren und den gesellschaftlichen Dialog über Forschung zu befördern. Entwicklungen in der Forschung sollen für Bürgerinnen und Bürger transparenter und zugänglicher werden. Neben der Vermittlung der Themen und der wissenschaftlichen Inhalte soll das Wissenschaftsjahr gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in der Forschung anstoßen und vorantreiben.
    Im Mittelpunkt der Wissenschaftsjahre standen zunächst einzelne Disziplinen. So gab es – um nur einige Beispiele zu nennen – das Jahr der Physik, das Jahr der Technik und das Jahr der Geisteswissenschaften. Seit 2010 geht es in den Wissenschaftsjahren um fächerübergreifende Zukunftsthemen. Nach der Energieforschung (2010), der Gesundheitsforschung (2011), der Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2012), der Forschung zum demographischen Wandel (2013), der Forschung zur Zukunft der digitalen Gesellschaft (2014), der Forschung zur Zukunftsstadt (2015), der Forschung zu Meeren und Ozeanen (2016/17), den Arbeitswelten der Zukunft (2018), der Künstlichen Intelligenz (2019) und der Bioökonomie (2020/21) ist nun „Nachgefragt!“ das Thema des Wissenschaftsjahres.
    www.bmbf.de

    Wissenschaft im Dialog (WiD)

    Die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) wurde 1999 auf Anregung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des BMBF von den führenden deutschen Forschungsorganisationen gegründet. Sie bringt Wissenschaft und Gesellschaft über Ausstellungen, Wissenschaftsfestivals, Konferenzen und Symposien miteinander ins Gespräch und möchte die Faszination für Forschung insbesondere bei jungen Menschen wecken. Im Auftrag des BMBF schickt WiD auch im Wissenschaftsjahr 2022 das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft auf die Reise durch Deutschland und Österreich.
    www.wissenschaft-im-dialog.de

  • Die Wissenschaftsjahre

    Dialog und Partizipation für die Welt von morgen

    Die Wissenschaftsjahre sind ein Forum für den lebendigen und fächerübergreifenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie werden seit dem Jahr 2000 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) zu jährlich wechselnden Themenschwerpunkten ausgerichtet.

    Wissenschaft und Forschung stellen ihre Vorgehensweise, Fragestellungen und Leistungen vor und vermitteln durch Veranstaltungen und innovative Kommunikationsmaßnahmen einer breiten Öffentlichkeit ihre Forschungsarbeit. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen transparenteren Zugang zu Entwicklungen in der Forschung. Besonders Kinder und Jugendliche werden durch die Wissenschaftsjahre angesprochen und für naturwissenschaftliche Themen und Berufsbilder sensibilisiert. Ziel der Wissenschaftsjahre ist es zudem, kontroverse Debatten anzuregen und voranzutreiben. Schließlich verstehen sich die Wissenschaftsjahre auch als Motor für eine Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation. So werden insbesondere solche Projekte gefördert, die die Wissenschaftskommunikation auch in ihrer Methodenvielfalt voranbringen.

    Im jährlichen Wechsel widmen sich die Wissenschaftsjahre gesellschaftlich relevanten Zukunftsthemen aus Wissenschaft und Forschung. In den Wissenschaftsjahren engagieren sich viele Wissenschafts-, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Medien. Die verschiedenen Aktivitäten der Akteure in den Wissenschaftsjahren werden durch bundesweite Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleitet und innerhalb von übergreifenden Mobilisierungskampagnen einheitlich nach Außen kommuniziert.