Das Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie

Die Bioökonomie ist das Thema des Wissenschaftsjahres 2020.

Das Teaser-Video für das Wissenschaftsjahr 2020 gibt einen Eindruck, welche Themen und Forschungsfelder in Zusammenhang mit dem Thema "Bioökonomie" im Wissenschaftsjahr behandelt werden. Unter dem Motto "Kleine Helden - große Wirkung" werden die drei zentralen Bestandteile der Bioökonomie vorgestellt: Proteine, Algen und Mikroben.

Video herunterladen (MP4, 203 MB, 01:56 min.)


Die Bioökonomie ist inzwischen weltweit auf den Agenden von Forschenden, Entwicklungsabteilungen und politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern verankert. Die Anzahl von industriellen Anwendungen und Produkten nimmt stetig zu. Die gesellschaftliche Relevanz des Themas ist offenkundig.

Nichtsdestotrotz sind der Begriff der Bioökonomie und die dahinterliegenden Konzepte in der öffentlichen Wahrnehmung bisher wenig präsent und den Menschen häufig nicht bekannt.
Im „Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie“ sollen deshalb die Ziele und Möglichkeiten der Bioökonomie veranschaulicht werden. Dabei werden zielgruppenspezifische Formate und Kanäle für den Diskurs mit der interessierten Öffentlichkeit bereitgestellt, die das Thema anhand von konkreten Anwendungsbeispielen und in seiner ganzen Breite darstellen.

Im Dialog mit der Gesellschaft sollen dabei unterschiedliche Perspektiven der Bioökonomie offen, kritisch und faktenbasiert diskutiert werden. Die thematisch breit aufgestellte deutsche Forschungslandschaft im Themenfeld der Bioökonomie und die internationale Dimension des Themas sollen sichtbarer gemacht werden.

Das Wissenschaftsjahr 2020 ist als zentrale wissenschaftskommunikative Initiative darüber hinaus besonders gut geeignet, die neue Bioökonomiestrategie der Bundesregierung der Öffentlichkeit vorzustellen und hierzu in den Austausch zu treten. Auch die Initiative InnoTruck ist mit einer Sonderausstellung im Obergeschoss des Ausstellungsfahrzeugs unterwegs durch Deutschland.

Zum Exponatkatalog

Darum geht es im Wissenschaftsjahr 2020

Bioökonomie bezeichnet die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Innovationen der Bioökonomie vereinen biologisches Wissen mit technologischen Lösungen und nutzen die natürlichen Eigenschaften biogener Rohstoffe in Bezug auf ihre Kreislauffähigkeit, Erneuerbarkeit und Vielseitigkeit.

Die Bioökonomie hat damit das Potenzial, neuartige Produkte und Verfahren hervorzubringen. Sie zielt dabei u. a. darauf ab, fossile und mineralische Rohstoffe zu ersetzen, Produkte umweltverträglicher herzustellen und Ressourcen zu schonen. Beispiele hierfür sind Algen als Produzenten für Kerosinersatz, Kleidung aus biogenen Reststoffen oder sich selbst abbauende, biobasierte Kunststoffe.

Der Wandel hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Produktions-, Arbeits- und Lebensweise ist in einigen Fällen auch mit Herausforderungen verknüpft, z. B. der Konkurrenz um die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen. Für einen erfolgreichen Wandel müssen daher die Interessenslagen der unterschiedlichen Akteure berücksichtigt und gegeneinander abgewogen sowie die Gesellschaft aktiv einbezogen werden.

Zugleich bietet die Bioökonomie Chancen für die Art und Weise, wie wir zukünftig arbeiten werden, beispielsweise durch die Entwicklung neuer, innovativer Berufsbilder. Auch aus infrastruktureller Perspektive verspricht die Bioökonomie positive Effekte, beispielsweise um ländliche Räume langfristig zu stärken.

In der Bioökonomie sind Forschung und Entwicklung zentrale Bausteine. Häufig ist dabei eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der sogenannten MINT-Disziplinen, aber auch beispielsweise der Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften erforderlich. Der Zusammenarbeit von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen kommt eine zentrale Bedeutung zu. Deshalb beteiligen sich Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Institutionen im Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie als Partner.

Werden Sie Partner im Wissenschaftsjahr 2020

Die Wissenschaftsjahre leben von der Beteiligung zahlreicher Partner aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Gesellschaft genauso wie der Wirtschaft. Gern möchten wir Sie einladen, sich im Wissenschaftsjahr 2020 mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen einzubringen. Das Wissenschaftsjahr bietet eine bundesweite Plattform zur Kommunikation. Es gibt viele Möglichkeiten sich am Wissenschaftsjahr zu beteiligen. Im Folgenden finden Sie verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten.

Ihre Projekte

Setzen Sie ein eigenes Projekt zum Thema „Bioökonomie“ um und nutzen Sie für Ihre Kommunikation das Corporate Design sowie das Logo des Wissenschaftsjahres.

Veranstaltungskalender

Sie können Ihre öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen in den Online-Veranstaltungskalender des Wissenschaftsjahres eintragen. Profitieren Sie zusätzlich von einer hohen Sichtbarkeit Ihrer Veranstaltung auf Social Media, in unserem Newsletter und der Pressevorschau.

Expertenblog

Sie arbeiten an einem spannenden Projekt zum Thema „Bioökonomie“? Stellen Sie es einer größeren Öffentlichkeit vor und schreiben Sie einen Beitrag für den Expertenblog. Das Redaktionsbüro des Wissenschaftsjahres nimmt Ihre Vorschläge gerne entgegen: redaktionsbuero@wissenschaftsjahr.de

Forschungsbörse

Sie wollen Schülerinnen und Schülern die Bioökonomie näher bringen und Ihnen einen Einblick in Ihre Arbeit geben? Die Forschungsbörse macht das möglich: Über die Website der Forschungsbörse vermittelt das Wissenschaftsjahr 2020 Forscher, Experten und Praktiker an Schulen.

forscher - Das Magazin für Neugierige

Werden Sie Bote für die Bildung von jungen Menschen und helfen Sie mit, das kostenlose forscher-Magazin zu verbreiten. Das Magazin erscheint zwei Mal pro Jahr und führt Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwölf Jahren spielerisch an wissenschaftliche Themen heran. Erfahren Sie mehr unter: www.forscher-online.de

Träger & Initiatoren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) richtet das BMBF seit dem Jahr 2000 die Wissenschaftsjahre aus. Das Ziel der Jahre ist, die Menschen stärker für Wissenschaft zu interessieren und den gesellschaftlichen Dialog über Forschung zu befördern. Entwicklungen in der Forschung sollen für Bürgerinnen und Bürger transparenter und zugänglicher werden. Neben der Vermittlung der Themen und der wissenschaftlichen Inhalte soll das Wissenschaftsjahr gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in der Forschung anstoßen und vorantreiben.

Im Mittelpunkt der Wissenschaftsjahre standen zunächst einzelne Disziplinen. So gab es – um nur einige Beispiele zu nennen – das Jahr der Physik, das Jahr der Technik und das Jahr der Geisteswissenschaften. Seit 2010 geht es in den Wissenschaftsjahren um fächerübergreifende Zukunftsthemen. Nach der Energieforschung (2010), der Gesundheitsforschung (2011), der Forschung für nachhaltige Entwicklungen (2012), der Forschung zum demographischen Wandel (2013), der Forschung zur Zukunft der digitalen Gesellschaft (2014), der Forschung zur Zukunftsstadt (2015), der Forschung zu Meeren und Ozeanen (2016/17), den Arbeitswelten der Zukunft (2018) und der Künstlichen Intelligenz (2019) ist nun die Bioökonomie das Thema des Wissenschaftsjahres.

www.bmbf.de

Wissenschaft im Dialog (WiD)

Die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) wurde 1999 auf Anregung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des BMBF von den führenden deutschen Forschungsorganisationen gegründet. Sie bringt Wissenschaft und Gesellschaft über Ausstellungen, Wissenschaftsfestivals, Konferenzen und Symposien miteinander ins Gespräch und möchte die Faszination für Forschung insbesondere bei jungen Menschen wecken. Im Auftrag des BMBF schickt WiD auch im Wissenschaftsjahr 2018 das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft auf Reise durch Deutschland und Österreich.

www.wissenschaft-im-dialog.de

Die Wissenschaftsjahre

Dialog und Partizipation für die Welt von morgen

Die Wissenschaftsjahre sind ein Forum für den lebendigen und fächerübergreifenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie werden seit dem Jahr 2000 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) zu jährlich wechselnden Themenschwerpunkten ausgerichtet.

Wissenschaft und Forschung stellen ihre Vorgehensweise, Fragestellungen und Leistungen vor und vermitteln durch Veranstaltungen und innovative Kommunikationsmaßnahmen einer breiten Öffentlichkeit ihre Forschungsarbeit. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen transparenteren Zugang zu Entwicklungen in der Forschung. Besonders Kinder und Jugendliche werden durch die Wissenschaftsjahre angesprochen und für naturwissenschaftliche Themen und Berufsbilder sensibilisiert. Ziel der Wissenschaftsjahre ist es zudem, kontroverse Debatten anzuregen und voranzutreiben. Schließlich verstehen sich die Wissenschaftsjahre auch als Motor für eine Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation. So werden insbesondere solche Projekte gefördert, die die Wissenschaftskommunikation auch in ihrer Methodenvielfalt voranbringen.

Im jährlichen Wechsel widmen sich die Wissenschaftsjahre gesellschaftlich relevanten Zukunftsthemen aus Wissenschaft und Forschung. In den Wissenschaftsjahren engagieren sich viele Wissenschafts-, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Medien. Die verschiedenen Aktivitäten der Akteure in den Wissenschaftsjahren werden durch bundesweite Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit begleitet und innerhalb von übergreifenden Mobilisierungskampagnen einheitlich nach Außen kommuniziert.

Mehr Informationen: www.wissenschaftsjahr.de