Grüne Bausätze für mehr Forschungsbegeisterung

Lust auf Wissenschaft und Technik machen, die Bevölkerung einbinden und den Nachwuchs fördern – diese Ziele haben die Initiative InnoTruck und das Citizen-Science-Projekt senseBox gemeinsam. Im Rahmen ei-ner vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kooperation konnte die mobile Ausstellung im letzten Jahr mehrere Klassensätze der Messstationen in ganz Deutschland verteilen.

Im Rahmen einer BMBF-geförderten Kooperation konnten die tourbegleitenden Wissenschaftler des InnoTrucks mehrere Klassensätze senseBoxen verteilen.

Bei Citizen-Science-Projekten sollen Bürgerinnen und Bürger selbst zum Wissenschaftler werden, indem sie zum Beispiel eigene Messungen vornehmen und diese einem Forschungsteam zugänglich machen. Mit Hilfe der Messstation senseBox können Umweltdaten wie Temperatur, Luftdruck oder Feinstaub gesammelt und in Echtzeit in die frei zugängliche Online-Karte openSenseMap übertragen werden. Gleichzeitig werden beim Zusammenbau der Experimentier-Kästen wichtige Grundlagen der Elektrotechnik und des Programmierens spielerisch vermittelt.

Im Rahmen einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung war eine Kooperation zwischen der Initiative InnoTruck und dem Projekt senseBox möglich. Auf ihrer Deutschlandtour übergaben die tourbegleitenden Wissenschaftler des InnoTruck insgesamt sieben Klassensätze an zuvor ausgewählte Institutionen, die sich besonders für die Nachwuchsförderung im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) einsetzen.

Der Startschuss für die gemeinsame Reise fiel am 6. Juli 2017, als die mobile Initiative am Institut für Geoinformatik der Universität in Münster Halt machte. Hier hat der Geoinformatiker Dr. Thomas Bartoschek zusammen mit seinem Team die senseBox entwickelt. Als die Informatiklehrer des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums und des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums mit ihren Schulklassen den Inno-Truck besuchten, erhielten sie jeweils einen Klassensatz senseBoxen für den Einsatz an ihrer Schule.

Die senseBox auf Deutschlandtour

Die nächsten Messstationen fanden am 16. September feierlich ihr neues Zuhause. Während des „2. Mitteldeutschen MINT-Lehrerkongresses“ in Halle an der Saale statteten die beiden Tüftler des Eigenbaukombinats Halle Daniel Havlik und David Rauh dem Innovationsbotschafter InnoTruck einen Besuch ab und nahmen den Klassensatz freudig entgegen.

Groß war die Freude auch bei Yomettin Soyaba und Arnulf Daum der offenen Hightech-Werkstatt FabLab-Bayreuth e.V., als sie ihre senseBoxen erhielten. „Damit haben wir eine größere Vielfalt in unserem Workshop-Programm, als wir selbst vorbereiten könnten“, freute sich Arnulf Daum.

„Ich freue mich schon, die Möglichkeiten der Box selbst auszuprobieren“, erklärte Benedikt van Kampen, als er während des Tourstopps in Dortmund für das Gemeinschaftslabor DEZENTRALE des Fraunhofer UMSICHT einen Klassensatz entgegennahm. Die Direktorin des Deutschen Museums in Bonn, Dr. Andrea Niehaus, war über den Erhalt der Do-it-yourself-Messstationen sogar so glücklich, dass sie die
InnoTruck-Wissenschaftler zu sich ins Museum einlud.

Der letzte Klassensatz senseBoxen ging an junge Helden: Während des Tourstopps an der VDI GaraGe in Leipzig übergaben die InnoTruck-Wissenschaftler die Do-it-yourself-Boxen an die Hero Society. „Ab sofort haben wir auch die Möglichkeit, in die digitale Bildung einzusteigen“, freute sich Yvonne Böhm, die stellvertretend für das Team den Klassensatz fünf Tage vor Weihnachten entgegennahm.

Eine Messstation bleibt auch nach der Kooperation im InnoTruck selbst in Betrieb und misst dort, gut sichtbar für alle Besucherinnen und Besucher, die Umweltdaten am jeweiligen Tour-Standort. Vielleicht kann so auch der ein oder andere dafür begeistert werden, selbst mit einer der senseBoxen zum Forscher zu werden.