Hilzingen: InnoTruck begeistert für Forschung und Technik

Von Montag bis Donnerstag stand stand das imposante Fahrzeug vor dem Schulhof der Christlichen Schule im Hegau: Der InnoTruck des Bundesforschungsministeriums bot Schülerinnen und Schülern mit einer interaktiven Ausstellung einen faszinierenden Blick in die technische Zukunft. Von autonomen Fahrzeugen über smarte Roboter bis hin zu 3D-gedruckten Organen.

Der InnoTruck besuchte für zwei Tage die Christliche Schule im Hegau. Im Gespräch mit ausreichend Sicherheitsabstand (v.l.n.r.): Schulleiterin Siglinde Unger, Bürgermeister Holger Mayer, Bundestagsabgeordneter Andreas Jung, Wissenschaftler Dr. Torben Schindler.

„Es ist noch gar nicht lange her, da war es selbst für Experten undenkbar, dass jeder einen eigenen Computer besitzt. Heute haben die meisten ihr Smartphone immer dabei“, erinnerte Dr. Torben Schindler die Schülerinnen und Schüler der Christlichen Schule im Hegau daran, wie schnell technologische Innovationen sich durchsetzen können. Schindler reist mit seiner Kollegin Sarah Bernhardt ganzjährig als wissenschaftlicher Begleiter mit dem InnoTruck durch Deutschland und informiert vor allem an Bildungseinrichtungen, Messen und öffentlichen Plätzen über zukunftsweisende Technologien und aktuelle Forschungsprojekte. Zuletzt gab es aufgrund der Corona-Pandemie eine Tourpause, doch seit September sind der Nanowissenschaftler und die Chemikerin wieder unterwegs.

Am Donnerstagvormittag statteten auch Bürgermeister Holger Mayer und der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung dem doppelstöckigen Mobil einen Besuch ab und begleiteten eine Schulklasse – natürlich mit ausreichend Sicherheitsabstand und Schutzmaske, denn sobald der InnoTruck betreten wird, gelten strenge Hygienemaßnahmen. Jung betonte im Gespräch, dass die Bundesregierung mit ihrer Hightech-Strategie besonderen Wert auf die Förderung zukunftsträchtiger Forschung etwa in den Bereichen der Bio- oder Werkstofftechnologien legt. Bürgermeister Mayer wiederum freute sich, dass es der Schule gelungen war, die bundesweit einzigartige Initiative nach Hilzingen zu locken. Ein solch großes Engagement helfe dabei, den Schulstandort zu sichern.

Die Zukunft mit MINT aktiv mitgestalten

Wie Jugendliche im späteren Berufsleben selbst in sogenannten „MINT“-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu Innovatoren werden können, vermittelte die Erlebnisausstellung an beiden Tagen durch viele Elemente zum Anfassen und Mitmachen. Die wissenschaftlichen Begleiter demonstrierten etwa, wie mit einem handlichen 3D-Scanner in Echtzeit ein digitales Modell eines Zahnrads erstellt werden kann. Zu sehen gab es außerdem ein Solarfenster, welches mittels transparenter Photovoltaik-Folie Strom erzeugt, ohne dabei den Ausblick zu stören. Aus dem Bereich Medizin wurde vorgestellt, wie kaltes Plasma bei der Wundheilung eingesetzt wird und wie eine Spritze ohne Nadel funktioniert.