Selbstgemachte Zukunftstechnologie

Von Tangermünde ging es für den InnoTruck weiter nach Goslar am Harz. Denn auch dort an den Berufsbildenden Schulen warteten Schülerinnen und Schüler schon darauf, mit der Chemikerin Dr. Eva Zolnhofer und dem Biologen Dr. Dominik Klinkenbuß zu experimentieren. Die Redox-Flow-Batterien bauten die technikaffinen Jugendlichen so schnell und eigenständig zusammen, dass der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne – ebenso wie die InnoTruck-Wissenschaftler – nur noch staunen konnte.

Die Schülerinnen und Schüler in Goslar brachten den Bundestagsagsabgeordneten Dr. Roy Kühne (2.v.l.) und die beiden InnoTruck-Wissenschaftler zum Staunen.

„Es ist wichtig, Neugier zu wecken. Denn aus Neugier wird Bildung, die wiederum die Grundlage für Innovationen ist“, ermutigte der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Goslar. Der Politiker und die Jugendlichen waren zum Redox-Flow-Praktikum in den InnoTruck gekommen, der am Montag und Dienstag auf dem Schulgelände Halt machte.

„Die Speichertechnik, die wir uns heute im Praktikum ansehen, wird aufgrund ihrer hohen Effizienz und Langlebigkeit als eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende angesehen“, erklärte Dr. Dominik Klinkenbuß zu Beginn des Praktikums. „Allerdings muss in diesem Bereich noch viel geforscht werden. Wer weiß – vielleicht mit eurer Hilfe?“

Nachdem Dr. Klinkenbuß ihnen den genauen Aufbau einer Redox-Flow-Zelle erklärt hatte, durften die Jugendlichen dann auch loslegen. Hochkonzentriert stellten die Schülerinnen und Schüler zuerst den Elektrolyten her, um im Anschluss damit ihre Zellen zu befüllen. „Naturwissenschaften (MINT-Fächer) sind oftmals nicht die beliebtesten, aber für die Entwicklung sehr wichtig. Hier werden an praktischen Beispielen Hemmnisse abgebaut“, fasste der Bundestagsabgeordnete Dr. Kühne, der nach seinem Abitur selbst ein Lehramtsstudium in den Fächern Biologie und Sport absolviert hatte, seinen Besuch im InnoTruck zusammen.

Wissenschaftler zum Staunen bringen

Während Dr. Zolnhofer und Dr. Klinkenbuß als tourbegleitende Wissenschaftler des InnoTrucks immer wieder ihre Besucherinnen und Besucher zum Staunen bringen, waren es in Goslar sie, die Begeisterung für das Praktikumsergebnis zeigten. Denn die Jugendlichen hatten ihre Redox-Flow-Batterien ohne weitere Hilfe selbstständig in einer Reihenschaltung zusammengeschlossen. „Das hatten wir echt noch nie“, stellte Eva Zolnhofer überrascht fest.

So viel Technik-Affinität wurde auch gleich mit mehr Zeit belohnt, in der die Schülerinnen und Schüler nach dem Experiment in Ruhe die interaktive Ausstellung erkunden konnten. So manch einer nutzte die gewonnen Minuten auch, um in der Virtual Reality Lounge durch eine Körper- oder Pflanzenzelle zu fliegen oder den Rekord im Sortieren virtueller Bälle zu knacken. Denn auch im InnoTruck gilt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.