Innovativ in die Sommerferien

Einen Blick in Nanowelten werfen, mit der Hilfe von Sonnenstrahlen Wasserstoff erzeugen, Brennstoffzellen-Autos bauen und jede Menge Innovationen ausprobieren: So sahen die letzten drei Tage für die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Höchstadt aus. Gemeinsam mit dem InnoTruck-Team und den Bundestagsabgeordneten Stefan Müller und Martina Stamm-Fibich als Zuschauer, wurden die Jugendlichen zu Nachwuchsforscherinnen und -forschern.

Für Schüler in Höchstadt hatten Glück: Es gab jede Menge Sonnenstrahlen für ihre Brennstoffzellen-Autos.

Der strahlende Sonnenschein versprach bereits am Montag, dass jede Menge nachhaltige Energie zum Betrieb von Brennstoffzellen vorhanden sein würde. „Bei dem Wetter könnt ihr die Photovoltaikzellen an eure kleinen Autos anschließen“, erklärte Dr. Eva Zolnhofer den Schülerinnen und Schülern im Brennstoffzellen-Workshop. Dadurch wurden die kleinen Modell-Autos rundum nachhaltig in Betrieb genommen: Die Spaltung von Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff wurde durch die Solarenergie betrieben, beim Fahren hinterließ das Auto nur Wasserdampf als Abgas.

Kaum fuhren die kleinen Autos durch den Truck, stand auch schon die nächste Schulklasse bereit. Mit dem Rasterelektronenmikroskop sollten sie Proben auf ihre winzigsten Strukturen untersuchen. Den Blick in diese Mikro-Welten ließ sich auch der Bundestagsabgeordnete Stefan Müller nicht entgehen. Aufmerksam verfolgte er mit den Jugendlichen, wie die Wissenschaftler eine Varroa-Milbe ganz groß werden ließen.

„Ihr kennt diese Milbe vielleicht aus der Berichterstattung über das Bienensterben hier in Europa“, erklärte Dr. René Nowak und alle nickten eifrig. „Dieser kleine Parasit macht den Bienen das Leben schwer – und die Forscher untersuchen sie mit genau solchen Geräten wie wir hier gerade, damit sie besser dagegen vorgehen können.“

Eine Schulstunde Zukunft erleben

„An den Dingen, die ihr hier bei uns sehen könnt, wird aktuell in den Laboren Deutschlands geforscht“, erklärte Dr. Dominik Klinkenbuß den Schülerinnen und Schülern am Anfang ihres Ausstellungsrundgangs. „Und wenn euch heute etwas begeistert, das ihr hier bei uns seht, könnt ihr morgen vielleicht selbst als Forscher daran mitarbeiten.“

Wie weit die aktuelle Hightech-Forschung in Deutschland schon ist, darüber wollte sich auch die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich informieren. Als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit interessierte sie sich natürlich besonders für den Bereich „Gesundes Leben“. Also mischte sie sich unter die Schülerinnen und Schüler eines Ausstellungsrundgangs und sprach im Anschluss mit den tourbegleitenden Wissenschaftlern über die Chancen – und auch die Risiken – der vorgestellten Innovationen.

Nach drei ereignisreichen und forschungsintensiven Tagen in Höchstadt haben sich die InnoTruck-Wissenschaftler eine zweiwöchige Sommerpause redlich verdient. Aber natürlich sind auch schon wieder die nächsten Rundgänge und Workshops geplant. Schließlich warten noch viele weitere Standorte auf einen Besuch des rollenden Innovationsbotschafters.