„Innovationen sollen unser Leben verbessern!“

Eine neugierige Schulklasse und ein Truck voller Wissenschaft. Mehr braucht es normalerweise nicht für einen spannenden Tag ganz im Zeichen technischer Innovationen. Doch damit nicht genug, bot der Besuch des doppelstöckigen InnoTrucks am Mädchengymnasium in Jülich noch weit mehr Abwechslung. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, hatte sich den Termin Anfang Februar 2019 in seinem Wahlkreis freigehalten und begleitete die Jugendlichen bei ihrer Entdeckungstour durch die interaktive Ausstellung.

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB, ermutigte die Schülerinnen und Schüler im InnoTruck sich mit den Karrierechancen in MINT-Berufen zu befassen.

„Wer einen MINT-Beruf ergreift, also etwas mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik, kann selbst zum Innovator werdet“, erklärte der begleitende Wissenschaftler Dr. René Nowak den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Zitadelle, die den Tour-Stopp am Mädchengymnasium ebenfalls nutzen konnten.

Strukturwandel und Industrie 4.0 mit Innovationen positiv gestalten

Unter den Zuhörern befand sich auch Thomas Rachel, dessen Ministerium den InnoTruck seit 2017 mit dem Ziel durch Deutschland schickt, über aktuelle Forschungsthemen zu informieren und für neue Technologien zu begeistern. Dabei lobte er die örtlichen Schulen und Bildungseinrichtungen für deren Engagement in den Naturwissenschaften. „Innovationen sind enorm wichtig, damit Deutschland weiter wettbewerbsfähig bleibt,“ sagte Thomas Rachel und ergänzte, “sofort greifbar sind Innovationen beispielsweise im Gesundheitssektor mit Innovationen in der Medizin, neuen Medikamenten und neuen Therapien.“

Den Schülerinnen und Schüler machte er Mut sich mit neuen Technologien zu befassen und die vierte industrielle Revolution, die sogenannte Industrie 4.0 aktiv mitzugestalten: „Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz werden die Treiber sein, die noch einmal alles grundlegend verändern werden. In welche Richtung, das wissen wir aktuell nur in ersten Ansätzen.“ Einige dieser Veränderungen konnten im InnoTruck erkundet werden, etwa in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, intelligente Mobilität oder innovative Arbeitswelt.

Mit Blick auf die Braunkohlereviere im Landkreis Düren würden Innovationen schon heute eine wichtige Rolle spielen, um den Strukturwandel infolge des Kohleausstiegs positiv zu gestalten, so Thomas Rachel. Das Forschungszentrum Jülich sei in diesem Zusammenhang eine wichtige Institution, an der neue Technologien im Bereich Erneuerbarer Energien nicht nur erforscht, sondern auch angewendet werden.

Einblicke in Materialwissenschaft und berufliche Perspektiven

Als Beispiel für eine gelungene Innovation stellte Dr. Nowak eine Feuerwehrjacke vor, die ausgestattet mit Mikroelektronik und Sensoren ihren Träger jederzeit über den Gesundheitszustand und mögliche Gefahren informiert und den Kontakt mit der Einsatzleitung aufrechterhält. Diese Art smarter Sensortextilien wird künftig in vielen Funktionskleidungsstücken für Beruf und Freizeit zu finden sein, sind sich die Entwickler sicher. Begeistert stellte Nowak in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Berufe vor, die an solchen Innovationen beteiligt sind, etwa Elektrotechniker, Materialwissenschaftler oder Informatiker.

Und diese Begeisterung blieb bei den Jugendlichen hängen. Mit viel Neugier begutachteten sie direkt im Anschluss des Vortrags die zahlreichen Exponate der Ausstellung und suchten das Gespräch mit den begleitenden Wissenschaftlern. In diesem Sinne war auch das eingangs von Staatssekretär Thomas Rachel formulierte Anliegen auf fruchtbaren Boden gefallen: „Am wichtigsten ist mir, dass ihr mit wachen Augen durch den InnoTruck geht.“