PV-Straßenbelag: Die Energie liegt auf der Straße

Photovoltaik-Anlagen finden sich auf einem Großteil der deutschen Hausdächer. Aber warum nicht auch horizontale Flächen wie Straßen nutzen? Der Photovoltaik-Straßenbelag besteht aus Solarmodulen, die Strom generieren wie normale Photovoltaik-Module auf Hausdächern auch.

In der Zukunft kann die Solarstraße nicht nur Strom erzeugen. Fahrzeuge können während der Fahrt per Induktion geladen werden. Möglich macht das ein magnetisierbarer Beton, der Induktion erleichtert: In einer Betonschicht unter der PV-Oberfläche befindet sich eine magnetische Sendespule, die elektrischen Strom in eine entsprechende Empfängerspule im Elektroauto überträgt.

Umstellung auf Elektro-Verkehr

Die Umstellung des Autoverkehrs auf Elektrofahrzeuge ist in Deutschland noch nicht so weit wie geplant. Ein großes Problem sind nach wie vor die Reichweiten der Elektrofahrzeuge und die Lademöglichkeiten. Eine Straße, die Strom generiert und während der Fahrt an die Fahrzeuge abgibt, käme der Reichweite zu Gute. Der Weg in einen umweltfreundlichen Verkehr wäre geebnet.

Wertiger Straßenbelag mit Zusatzfunktion

Die Solarstraße kann mehr als ein Straßenbelag aus Asphalt: Die Oberfläche ist aus speziell bearbeitetem Glas. Sie spiegelt nicht, absorbiert Schall und ist rutschfest und bruchsicher. Dank einer Nanobeschichtung ist die Oberfläche wasserabweisend. Ein normaler Regenschauer reicht aus, um sie zu reinigen.

Umweltfreundliche Energiegewinnung

Privatnutzer, Firmen mit Freigelände oder Kommunen können von der umweltfreundlichen Energiegewinnung durch die Solarstraße profitieren. Kommunen könnten zum Beispiel die Seitenstreifen der Solarstraße mit einer LED-Beleuchtung versehen und so Geld für Beleuchtung sparen. Die Solarstraße wird wie ein Rollrasen auf bestehende Straßen ausgerollt und mit einem speziellen Gummiasphalt verklebt. Es müssen keine neuen Straßen und Wege angelegt werden, zudem ist kein schweres Gerät nötig und die Verkehrsbehinderung hält sich in Grenzen. Die Lebensdauer wird mit ca. 25 Jahren veranschlagt – fünf Jahre mehr als für einen normalen Straßenasphalt. Auch die Entfernung des Belags ist einfach: Die Solarstraße wird wie bei einem Klettverschluss von der Straße abgezogen.


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