Selbst ist der Bürger – Erfassung von Umweltdaten leichtgemacht

Mit der senseBox können Bürger und Schüler eine mobile Sensorstation bauen und Umweltphänomene messen. 

Umweltdaten wie Feinstaubbelastung und Ozonwerte sind nicht nur für die Wissenschaft relevant. Auch Bürgerinnen und Bürger sind daran interessiert. Die Daten öffentlicher Messstationen sind aber oft nicht frei zugänglich oder sind nicht detailliert genug. Mit der senseBox, einer simplen Messstation, können Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden.

Information für jedermann

Die senseBox ermöglicht es jedem Teilnehmer, genau die Daten zu erheben, die ihn interessieren, und macht ihn unabhängig von öffentlichen und oft nicht zugänglichen Messstationen. Außerdem kann man die Daten anderer Teilnehmer einsehen: Durch die Vernetzung in der openSenseMap (www.opensensemap.org) werden alle Stationen erfasst und können nach gewünschtem Umweltwert ausgelesen werden – von jedermann.

Nebenbei Programmieren lernen

Die senseBox gibt es in zwei Versionen:

  • Die senseBox:home ist ein tüftelfreies Plug&Play-Einsteigerset.
  • Die senseBox:edu hingegen muss erst eingerichtet und programmiert werden. Sie ist gedacht für Schüler ab der 7. Klasse und ideal für alle Technikinteressierte.
  • Bei der senseBox:edu werden die Sensoren via Steckkabel auf einer Steckplatine angeschlossen.
  • Ein Arduino Mikrocontroller muss für die entsprechende Sensortätigkeit programmiert werden, damit er die Daten erhebt und ins Internet weiterleitet. So lernen kleine oder größere Tüftler die ersten Programmierschritte.

Citizen Science – Wissenschaft von und mit Bürgern

Entwickelt wurde die senseBox als Citizen-Science-Projekt von dem Team des Schüler- und Forschungslabors GI@School am Institut für Geoinformatik in Münster. 

  • Ziel des senseBox-Projektes ist es, Bürgerinnen und Bürger auf einer verständlichen wissenschaftlichen Ebene einzubinden.
  • Zum einen vermehrt das Projekt die wissenschaftlichen Ergebnisse, da eine wachsende Anzahl an Messstationen zur Verfügung steht.
  • Zum anderen fördert es das Verständnis von Bürgerinnen und Bürgern für die Wissenschaft. Die Beschäftigung mit dem Thema und der senseBox führt idealerweise zu einer Sensibilisierung für die Techniken und Problematiken in diesem Bereich und zur Gestaltung einer neuen, demokratischen wissenschaftlichen Kultur.

 

Kooperation für mehr Forschungsbegeisterung

Durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konnten mehrere kostenlose senseBox-Messstationen an Institutionen verteilt werden, die sich besonders für Nachwuchsförderung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich einsetzen. Auf ihrer Tour durch ganz Deutschland haben die InnoTruck-Wissenschaftler insgesamt sieben Klassensätze mit je zehn senseBoxen überreicht. Mehr zu dieser Kooperation finden Sie in den einzelnen Tourberichten:

 

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