Luftige Spezialschäume: die neuen Wärmespeicher

Bei der Versorgung mit Wärme steht uns die Sonne als unerschöpfliche Quelle zur Verfügung – wenn sie scheint. Beim Versuch, Sonnenwärme dauerhaft für dunkle Tageszeiten und kalte Jahreszeiten zu speichern, kann das Prinzip der „sorptiven Wärmespeicherung“ in luftigen Spezialschäumen einen neuen Weg aufzeigen.

In den Poren der Spezialschäume sind Wassermoleküle angelagert. Erwärmt man die Schäume, verdunsten die Wassermoleküle. Die für diesen Vorgang benötigte Wärmeenergie ist nun im trockenen Schaum gespeichert. Wird die Wärme wieder benötigt, führt man Wasser zu und Energie wird als Wärme wieder frei.

Forschungsgruppe NEOTHERM

Die Forschungsnachwuchsgruppe NEOTHERM (Neuartige Komposit-Werkstoffe für die thermochemische Energiespeicherung) untersucht, welche Materialien sich am besten für die sorptive Wärmespeicherung eignen und wie ein möglichst großer Temperaturbereich abgedeckt werden kann. NEOTHERM forscht an idealen Trägerstoffen und stellt erste Demonstratoren her.

Langfristige Energiespeicherung

Mit zunehmender Nutzung erneuerbarer Energien wird unser Energiesystem immer umweltfreundlicher. Gleichzeitig ergeben sich aber neue Herausforderungen, u. a. durch die Volatilität insbesondere der Wind- und der Sonnenenergie: Ihre Verfügbarkeit ist starken Schwankungen unterworfen. Neue, leistungsfähige Materialien, die Wärmeenergie über längere Zeiträume speichern, sind ein Ansatz, um z. B. überschüssige Solarwärme für Zeiten vorzuhalten, in denen viel Energie gebraucht wird, beispielsweise am Morgen. Auch können diese Materialien genutzt werden, um Abwärme in industriellen Prozessen aufzunehmen und so weit wie möglich wieder zu verwenden.

 

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