LabDisk: schnelles Mini-Labor auf der Scheibe

Bei Laboruntersuchungen denken viele zuerst an Reagenzgläser. Heutige „Reagenzgläser“, in denen Blutproben auf Krankheitserreger untersucht werden, finden sich miniaturisiert auf der LabDisk. Mit ihr können Krankheitserreger in Proben genau, automatisch und in wenigen Stunden bestimmt werden.

Die LabDisk ist ein kleines Labor auf der Fläche einer regulären Musik-CD. Auf der Plastikscheibe befindet sich ein Feld, in das die Blutprobe geträufelt wird. Alle Chemikalien, die für die Bestimmung eines Krankheitserregers erforderlich sind, befinden sich bereits auf der LabDisk. Diese wird dann in eine Art CD-Player eingelegt und die automatische Analyse beginnt.

Zentrifugale Mikrofluidik

Die LabDisk benötigt nur kleine Probenmengen für eine komplette Analyse. Nachdem diese aufgebracht und die Disk in den „CD-Player“ eingelegt wurde, läuft das Analyseprogramm automatisch ab. Zentrifugalkräfte schleusen die Probe durch verschiedene Kammern. Dort sorgen die vorhandenen Chemikalien und Aufwärm- bzw. Abkühlphasen dafür, dass das Erbgut des Krankheitserregers aufgereinigt und analysiert wird. Man nennt dieses Funktionsprinzip auch „zentrifugale Mikrofluidik“, weil mit kleinsten Flüssigkeitsmengen gearbeitet wird.

Zahlreiche Vorteile der LabDisk

Die LabDisk reduziert Zeit-, Personal- und Materialkosten, denn die Analyse erfolgt automatisch, sodass das Laborpersonal anderweitig eingesetzt werden kann. Selbst komplexe analytische Abläufe können durch minimal geschultes Personal durchgeführt werden. Die Identifizierung beispielsweise von Antibiotikaresistenzen kann schnell und patientennah erfolgen, was wiederum eine Analyse auch in weniger spezialisierten Einrichtungen ermöglicht. Zudem ist die LabDisk ein Einwegtestträger, was das Risiko von Querkontaminationen verringert. Außerdem wird durch das standardisierte Verfahren die Reproduzierbarkeit von Ergebnissen erhöht.

 

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