Vernetzung: mit Hilfsmitteln sicherer fahren

Die Digitalisierung macht auch vor Autos nicht Halt. Moderne Autos stecken voller Elektronik und Assistenzsysteme. Sie warnen mit akustischen Signalen beim Einparken oder wenn man die Fahrbahnmarkierung überfährt. Die Entwickler arbeiten an Autos, die miteinander „sprechen“ und so z. B. Informationen über Staus austauschen.

Mittlerweile werden Konzepte entwickelt, die alle Verkehrsteilnehmer miteinander vernetzen und zusätzlich Umgebungsdaten mit einbeziehen. Die Vernetzung geschieht über Fahrzeuge, Smartphones und Smartwatches. Ein cloudbasierter Algorithmus sieht Gefahren anhand der Bewegungsprofile und unübersichtlicher Straßenabschnitte vorher und warnt die Verkehrsteilnehmer. Bei autonom fahrenden Autos könnte auch eine automatische Reaktion des Autos, z. B. mit einem Ausweichmanöver, erfolgen.

Intelligent unterwegs sein

  • Apps und Smartphones ermöglichen durch die Vernetzung der Verkehrsteilnehmer nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch eine clevere Verkehrsplanung.
  • Car- und Bikesharing sind nur der Anfang. Am Ende könnte die Vernetzung zu einem Gesamtsystem stehen, das für jeden Verkehrsteilnehmer die optimale Route und die besten Verkehrsmittel berechnet, Tickets automatisch bucht, Plätze in Bus und Bahn reserviert und in Echtzeit kommuniziert, wie viele Personen mitfahren werden.
  • Da dabei auch Bewegungsprofile erfasst werden, müssen parallel auch Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes gelöst werden.

Schon heute aktiv

  • Intelligente Verkehrsleitsysteme gibt es auch schon heute. Sensoren und Kameras beobachten auf Autobahnen oder an viel befahrenen Straßen den Verkehrsfluss.
  • Droht ein Stau, leuchten an Schilderbrücken zum Beispiel Tempolimits auf, um den Verkehr zu verlangsamen. Bei einem Unfall können Umleitungen aktiviert werden.
  • Die Kameras können sogar die Sichtweite messen und bei Nebel eine Tempobegrenzung auslösen.

Schwachstelle Mensch

  • Die neuen Systeme und die zunehmende Vernetzung im Verkehr müssen kritisch auf Gefahren und Risiken geprüft werden. Der größte Unsicherheitsfaktor auf der Straße ist bislang allerdings der Mensch.
  • Fahrassistenzsysteme, autonomes Fahren und die Vernetzung von Verkehrsteilnehmern haben alle ein Ziel: den immer dichter werdenden Verkehr für alle sicherer zu machen.
  • Die meisten Unfälle gehen nämlich auf den "Faktor Mensch“ zurück. Technisches Versagen spielt nur in den wenigsten Fällen eine Rolle. Oft sind Menschen abgelenkt, übermüdet oder fahruntüchtig, fahren zu schnell, halten zu wenig Abstand oder übersehen einen anderen Verkehrsteilnehmer.

 

Zurück zur Übersicht 'Auto der Zukunft'