Autonomes Fahren

Bereits jetzt gibt es zahlreiche Fahrassistenzsysteme, die uns dabei helfen, Autos sicher durch den Verkehr zu steuern. Viele Autohersteller, aber auch IT-Unternehmen arbeiten an hochautomatisierten Fahrfunktionen, mit denen Autos komplett ohne das Eingreifen des Menschen fahren können.

Autonom fahrende Autos würden nicht nur eine größere Mobilität – z. B. auch für ältere oder kranke Menschen – ermöglichen, sondern auch einen besseren Verkehrsfluss, niedrigere Unfallzahlen und eine höhere Energieeffizienz. Daran wird intensiv geforscht. Ebenso wie an der Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer oder an der Abwehr von Hacker-Angriffen auf Fahrsysteme.

Viel Soft- und Hardware benötigt

Laserscanner, Radarsysteme, Kameras und GPS „beobachten“ die Umgebung. Gleichzeitig nutzen autonom fahrende Autos detailliertes Kartenmaterial. Die „Wahrnehmung“ der Systeme wird mit den Umgebungskarten permanent abgeglichen. Alle Informationen laufen im Bordcomputer zusammen. Die Software verknüpft die Informationen und leitet daraus die nötigen Fahrmanöver ab.

Fahrende Elektronik-Pakete

  • 80 Prozent aller wichtigen Innovationen an Fahrzeugen basieren mittlerweile auf neuen elektronischen Systemen und Anwendungen.
  • Aus Kfz-Mechanikern sind schon lange Kfz-Mechatroniker geworden, die auch die elektronischen Komponenten im Auto warten und reparieren können.
  • Die elektronischen Systeme werden permanent weiterentwickelt – in Umfang und Funktion, aber auch in ihrer Zuverlässigkeit, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit. Schließlich müssen sie auch bei extremen Temperaturen, schlechtem Wetter oder beim Auftreten elektrischer Störsignale funktionieren.

Hohe Komplexität – auch für Tests

  • Vollautomatisierte fahrerlose Fahrzeuge brauchen eine komplexe Elektrik, Elektronik und Sensorik.
  • Fahrassistenzsysteme für die Autobahn wird es bald geben. Allerdings muss der Mensch hier immer noch bereit sein, in kritischen Situationen manuell einzugreifen.
  • Automatisiertes Fahren im Stadtverkehr ist noch komplexer und stellt höchste Anforderungen an die Fahrzeugelektronik und Sensorik. Hierfür müssen auch neue Test- und Validierungsmethoden entwickelt werden.

Automatisierungsstufen

Der Verband der Automobilindustrie definiert fünf Automatisierungsstufen.

  • Bei Stufe 0 ist kein eingreifendes Fahrzeugsystem aktiv.
  • Bei Stufe 1 übernimmt der Fahrer entweder Quer- oder Längsführung und das System jeweils die andere.
  • Bei Stufe 2 übernimmt das System die Quer- und Längsführung in einem spezifischen Anwendungsfall (zum Beispiel Einparken), der Fahrer überwacht permanent das System.
  • Bei Stufe 3 erkennt das System im spezifischen Anwendungsfall seine eigenen Grenzen und fordert den Fahrer aktiv zur Übernahme auf.
  • Bei Stufe 4 kann das System den spezifischen Anwendungsfall ohne Mithilfe des Fahrers lösen.
  • Bei Stufe 5 kann das System alle Verkehrssituationen alleine bewältigen.

 

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