Aerogelputz: Nanoporen-Putz für bessere Fassadendämmung

Bei der Dämmung von Altbauten sollen Charme und Charakteristik des Gebäudes erhalten bleiben. Das ist mit herkömmlichen Materialien wie dicken Dämmplatten nicht zu bewerkstelligen. Ein Aerogelputz dagegen wird in einer dünnen Schicht auf die Fassade aufgetragen und kann auch aufwendige architektonische Formen nachbilden. Dabei dämmt er genauso gut wie herkömmliches Dämmmaterial.

Aerogele stammen aus der Raumfahrt – mit ihnen werden Raumanzüge isoliert. Ihre Struktur besteht aus winzigen Nanoporen, in denen sich die Luftmoleküle kaum bewegen können. Das reduziert die Wärmeleitfähigkeit und verhindert, dass Räume zu schnell Wärme verlieren. Eine Schichtdicke von drei bis fünf Zentimetern reicht aus, um die Heizkosten um bis zu zwei Drittel zu senken.

Gibt Schimmel keine Chance

Mit dem Aerogelputz können die typischen Probleme bei der Gebäudedämmung verhindert werden: Der Aerogelputz ist sowohl wasserdampfdurchlässig als auch wasserabweisend. Er lässt Feuchtigkeit aus Räumen nach außen gelangen, ohne selbst nass zu werden. Dadurch kann sich kein Schimmel bilden. Außerdem ist der Aerogelputz aufgrund seiner mineralischen Komponenten resistent gegen Befall durch Algen, Pilze und Ungeziefer. Die mineralischen Bindemittel sorgen dafür, dass der Aerogelputz nicht brennbar ist und auf umweltgefährdende Flammschutzmittel verzichtet werden kann.