Gut vernetzt in der Informatik

In der Schule waren die Lieblingsfächer von Dr. Elke Radeke Sport, Fremdsprachen und Mathematik. Als es an die Wahl ihres Studienfaches ging, suchte sie nach dem Bereich mit den besten Berufsperspektiven. „Ich wollte ein Studium in einem Fach, in dem ich später auch arbeiten und Geld verdienen kann“, erklärt sie. Informatik hatte sie bereits in der Oberstufe als „spannend und zukunftsweisend“ kennengelernt.

Also studierte Radeke Informatik mit Betriebswirtschaftslehre als Nebenfach. Nach ihrer erfolgreichen Promotion und einigen Jobs als Programmiererin gründete sie gemeinsam mit ehemaligen Kollegen ein eigenes Unternehmen. Ein Schritt, der sie noch heute stolz macht. Als Vorstand der INCONY AG, einem Softwareanbieter und Dienstleister für Produktdatenbanken und Crossmedia Publishing, kümmert sie sich nun hauptsächlich um den Vertrieb.

Besonders jungen Frauen, die mit dem Gedanken spielen, einen MINT-Beruf zu ergreifen, rät sie: „Wagt den Schritt, ihr werdet es nicht bereuen.“ Denn vor allem die vielfältigen Karrieremöglichkeiten, das gute Unternehmensklima in vielen IT-Firmen und der gleichzeitig gute Verdienst, sprächen in Radekes Augen für sich. „Inzwischen sehen viele Firmen Vorteile darin, den Anteil weiblicher Mitarbeiter zu erhöhen, und damit sind die Berufschancen für Informatikerinnen noch besser.“

Wer sich für ein Informatik-Studium entscheidet, sollte nicht nur solide Kenntnisse des Fachs mitbringen. Nachwuchskräfte brauchen zudem eine hohe Kommunikationsfähigkeit und eine sehr gute Analysefähigkeit, um die Aufgabenstellungen immer genau zu verstehen und mit Kunden und Kollegen abzustimmen.

Dass Jugendlichen Berührungsängste mit der Informatik genommen werden und sich IT-Firmen und ihre Mitarbeiter besser vernetzen, ist der Informatikerin ein großes Anliegen. Deshalb engagiert sie sich neben ihrer Tätigkeit bei INCONY AG als Regionalgruppenleiterin der Gesellschaft für Informatik und als Mitgründerin von „Paderborn ist Informatik“. Hier organisiert sie Vorträge mit dem Schwerpunkt auf Informatik und war sogar mehrfach als Mentorin für das Programm girls4IT tätig.

 

Das Interview wurde uns freundlicherweise von der Initiative „Komm mach MINT“ zur Verfügung gestellt.